top of page

Malta im Februar – Sonne, Stadtmomente und Reisen mit Reizdarm

  • Autorenbild: Unterwegs.Lieblingssachen
    Unterwegs.Lieblingssachen
  • vor 3 Tagen
  • 6 Min. Lesezeit

Meinen Geburtstag verbringe ich am liebsten unterwegs. Im Februar sollte das Reiseziel etwas Wärme und Sonne bieten, gleichzeitig aber nicht weiter als ungefähr drei Flugstunden entfernt sein. Malta erfüllte genau diese Wünsche: eine kurze Anreise, mediterranes Lebensgefühl und Temperaturen, die bei unserem Aufenthalt teilweise bis zu 27 Grad erreichten.

Vom 20. bis 24. Februar 2026 verbrachten wir ein verlängertes Wochenende auf der Insel. Dabei erlebten wir einen enttäuschenden Start, einen spontanen Hotelwechsel, wunderschöne Städte und viele kleine Momente, die diese Reise besonders machten.



Unsere Reise auf einen Blick


  • Reisezeit: 20. bis 24. Februar 2026

  • Anreise: Direktflug ab Zürich

  • Flugzeit: ungefähr 2 Stunden und 10 Minuten

  • Unterkunft: Cavalieri Art Hotel und The Westin Dragonara Resort

  • Fortbewegung: hauptsächlich Uber und zu Fuss

  • Wetter: leichter Wind, viel Sonne und teilweise 23 bis 27 Grad

  • Besucht: St. Julian’s, Sliema, Valletta, Mdina und Rabat

Transparenz: Wir haben die Reise und beide Hotels selbst bezahlt. Der Beitrag beschreibt unsere persönlichen Erfahrungen während dieses Aufenthalts.


Blick auf Valletta und die Küste Maltas mit ausgestreckten Beinen im Vordergrund
Ein ruhiger Moment mit Blick auf Valletta.

Ein schwieriger Start im Cavalieri Art Hotel


Nach unserer Ankunft fuhren wir mit einem Uber vom Flughafen nach St. Julian’s. Für die erste Nacht hatten wir das Cavalieri Art Hotel gebucht. Die Lage des Hotels war sehr praktisch, denn das Zentrum war schnell erreichbar und auch der Blick auf das Wasser gefiel uns.


Leider konnte uns das Hotel darüber hinaus nicht überzeugen. In unserem Zimmer waren an mehreren Stellen Wasserschäden sichtbar und es roch muffig. Auch nachts fanden wir kaum Ruhe. Andere Gäste kamen spät zurück und unterhielten sich lange und laut auf dem Flur.


Auf Nachfrage erhielten wir kein anderes Zimmer. Uns wurde erklärt, dass wir bereits eines der besseren Zimmer bekommen hätten – obwohl es sich in der vierten von insgesamt acht Etagen befand.


Auch das Essen entsprach nicht unseren Erwartungen. Das Angebot wirkte auf uns stark auf britische Gäste ausgerichtet. Speisen, die eigentlich warm sein sollten, waren teilweise kalt und geschmacklich sehr zurückhaltend. Der Innenpool war ebenfalls eine Enttäuschung.


Nach dieser ersten Nacht entschieden wir uns deshalb, das Hotel zu wechseln. Rückblickend war das die richtige Entscheidung.



Ein Traum von Hotel: The Westin Dragonara Resort


Ab dem 21. Februar wohnten wir für drei Nächte im The Westin Dragonara Resort. Bereits beim Ankommen merkten wir, wie gross der Unterschied war.


Unser Bett war ungefähr zwei mal zwei Meter gross, angenehm hoch und unglaublich bequem. Die Matratze hätten wir am liebsten direkt mit nach Hause genommen. Das gesamte Hotel wirkte elegant und hochwertig, ohne dabei unpersönlich zu sein.


Besonders schön waren die beheizten Aussenwhirlpools. Obwohl im Februar noch keine klassische Badesaison ist, konnten wir dort entspannen und die Sonne geniessen.

Auch mein Geburtstag wurde zu etwas Besonderem. Die Mitarbeitenden überraschten mich mit Geschenken und Liedern. Sie waren während des gesamten Aufenthalts zuvorkommend, offen, höflich und hilfsbereit. Wir fühlten uns wirklich willkommen.


Das Abendessen in den Restaurants des Hotels war ebenfalls sehr gut. Für drei Nächte mit Frühstück bezahlten wir insgesamt 702 CHF. Da wir das Zimmer sehr spontan gebucht hatten und es sich um ein Fünf-Sterne-Hotel handelt, empfanden wir den Preis als ausgesprochen fair.


  • Unser Zimmer im The Westin Dragonara Resort
  • Die Poolanlage des The Westin Dragonara Resort


Valletta: Hafenblicke, Kanonen und mediterrane Gassen


Valletta gehörte für mich zu den schönsten Orten dieser Reise. Besonders beeindruckend war der Blick über den Hafen mit den Kreuzfahrtschiffen, den historischen Mauern und dem tiefblauen Wasser.


Wir erlebten auch das Abfeuern der Kanonen. Zusammen mit der Kulisse des Hafens war das ein besonderer Moment. Gleichzeitig sind es aber auch die kleinen, engen Gassen, die Valletta so sehenswert machen. Die hellen Steinfassaden, bunten Balkone und mediterranen Details verleihen der Stadt eine ganz eigene Atmosphäre.


Valletta lässt sich gut zu Fuss erkunden. Allerdings sollte man bequeme und sichere Schuhe tragen. Es gibt viele Treppen, Höhenunterschiede und teilweise glatte Steinplatten.




Mdina und Rabat: stille Gassen und die Katakomben von St. Paul


Mdina hat uns besonders gut gefallen. Die historische Altstadt wirkte ruhig und entspannt. Bereits die Fahrt dorthin führte durch ländlichere Gegenden und zeigte uns eine andere Seite Maltas – mit mehr Natur, Weite und Ruhe.


Anschliessend besuchten wir die Katakomben von St. Paul im benachbarten Rabat. Die weitläufigen unterirdischen Grabstätten waren eine interessante Abwechslung zu den Gassen und historischen Gebäuden über der Erde.


Wie bei vielen unserer Reisen gehörte ausserdem Geocaching zum Programm. Dadurch entdecken wir immer wieder kleine Ecken, an denen wir sonst wahrscheinlich vorbeigelaufen wären.




Kleine Erlebnisse, die in Erinnerung bleiben


Nicht alle schönen Reiseerinnerungen müssen grosse Sehenswürdigkeiten sein. In einer Seitengasse entdeckten wir eine ältere thailändische Dame, die Massagen anbot. Sie war unglaublich freundlich und zuvorkommend. Da wir uns danach wie neue Menschen fühlten, gingen wir während unserer Reise gleich zweimal zu ihr.


Am letzten Tag besuchten wir ausserdem ein Tattoostudio und liessen uns ein persönliches Andenken an die Reise stechen. Im Studio trafen wir auf eine lustige und bunt gemischte Gruppe. Gerade solche ungeplanten Begegnungen machen eine Reise für mich besonders.



Malta mit Reizdarm und Unverträglichkeiten



Reizdarm und Unverträglichkeiten reisen bei mir immer mit. Auf Malta waren laktosefreie Produkte nach meiner Erfahrung leichter zu finden als glutenfreie Angebote.

In Restaurants empfand ich die glutenfreie Auswahl teilweise als schwierig.


Ein typisch maltesisches Gericht kam dennoch auf den Tisch: Mein Partner bestellte Kaninchen. Für mich blieb wegen meiner Unverträglichkeiten lediglich ein Hähnchensalat. Dieser Moment fasste unsere kulinarische Erfahrung auf Malta eigentlich ganz gut zusammen. Gleichzeitig konnte ich mich fast überall gut auf Englisch verständigen und erklären, was ich nicht vertrage. Das gab mir zumindest etwas Sicherheit.


Kulinarisch hatte ich mir mehr typisch maltesische Gerichte gewünscht. Vieles wirkte auf mich eher britisch oder teilweise spanisch beeinflusst. Zwar unterschieden sich einzelne Zubereitungen von anderen Ländern, insgesamt fehlte mir aber ein wenig die klar erkennbare eigene Küche.


Öffentliche Toiletten fanden wir vor allem in öffentlichen Gebäuden und an touristischen Orten. Die Anlagen waren meistens in Ordnung. Schwieriger wurde es für mich während der Uber-Fahrten.


Besonders rund um St. Julian’s kam es häufiger zu Stau. Mit Reizdarm kann eine solche Situation schnell stressig werden, weil man nicht weiss, wann die nächste Toilette erreichbar ist. Einmal mussten wir die Fahrt vorzeitig unterbrechen, damit ich irgendwo eine Toilette aufsuchen konnte.


Sicherheit gab mir das Wissen, dass entlang unserer Wege Geschäfte und Restaurants lagen. Zu Fuss fühlte ich mich flexibler als im Auto, weil wir jederzeit anhalten oder unsere Route ändern konnten.


Maltesisches Kaninchengericht im Vordergrund und Hähnchensalat im Hintergrund
Typisch maltesisches Kaninchen – für mich gab es einen Hähnchensalat.


Unterwegs auf Malta


Wir nutzten hauptsächlich Uber und gingen ansonsten viel zu Fuss. Die Preise für Uber empfanden wir als durchschnittlich und die Fahrzeuge waren bei unseren Fahrten durchweg gut.


Wer selbst ein Auto mieten möchte, sollte unbedingt daran denken, dass auf Malta Linksverkehr herrscht. Auch Roller werden häufig angeboten. Für uns persönlich wäre ein Roller jedoch keine Alternative gewesen, da wir den Verkehr als hektisch und das Fahren damit als riskant empfanden.


Bei spontanen Angeboten und Eintrittspreisen lohnt es sich ausserdem, erst nachzufragen und Preise zu vergleichen. Man sollte sich nicht unter Druck setzen lassen, sofort etwas zu bezahlen.


Uber-Fahrzeug auf einer Strasse vor der grünen Landschaft Maltas
Meist waren wir mit Uber oder zu Fuss unterwegs.

Malta im Februar: Wetter und Reisezeit


Mit dem Wetter hatten wir grosses Glück. Während unseres Aufenthalts lagen die Temperaturen ungefähr zwischen 23 und 27 Grad. Teilweise schien den ganzen Tag die Sonne und morgens wurden wir bereits von ihr im Hotelzimmer geweckt.


Ein leichter Wind war fast immer spürbar und liess die Temperaturen manchmal etwas kühler erscheinen. Für das Meer war es uns noch zu kalt. Am Pool und in den beheizten Aussenwhirlpools liess es sich dagegen gut aushalten.


Natürlich kann das Wetter im Februar auch anders ausfallen. Für uns war Ende Februar jedoch eine sehr angenehme Reisezeit – besonders, weil es noch nicht so voll wie in der Hauptsaison war.



Preise auf Malta


Abgesehen vom Hotelwechsel empfanden wir Malta preislich ungefähr mit Deutschland vergleichbar. An touristischen Hotspots war es erwartungsgemäss etwas teurer.

Die Uber-Fahrten lagen für uns in einem vernünftigen Preisbereich. Das Westin Dragonara Resort kostete für drei Nächte mit Frühstück 702 CHF. Angesichts der spontanen Buchung, der Ausstattung und des Services war das für uns ein sehr gutes Angebot.



Meine praktischen Tipps für Malta


  1. An den Linksverkehr denken: Wer einen Mietwagen buchen möchte, sollte sich vorher überlegen, ob er sich im maltesischen Verkehr wirklich sicher fühlt.

  2. Gute Schuhe mitnehmen: Viele Orte haben Treppen, Steigungen und glatte Steinplatten. Bequeme Schuhe mit gutem Halt sind deshalb wichtig.

  3. Bei Reizdarm Wege mitdenken: Vor längeren Fahrten hilft es, mögliche Toiletten, Restaurants oder öffentliche Gebäude entlang der Strecke zu kennen.

  4. Uber statt Roller prüfen: Für uns war Uber die angenehmere und sicherere Möglichkeit, die Insel zu erkunden.

  5. Preise vorher klären: Bei spontanen Angeboten oder Eintritten sollte man sich nicht unter Druck setzen lassen und lieber noch einmal nachfragen.



Mein Fazit

Malta eignete sich für uns sehr gut für ein verlängertes Wochenende im Februar. Die kurze Flugzeit, die angenehmen Temperaturen und die Mischung aus historischen Städten, Meer und mediterraner Atmosphäre passten genau zu dem, was ich mir für meinen Geburtstag gewünscht hatte.


Besonders empfehlen würde ich Malta Paaren, älteren Reisenden und Kreuzfahrtgästen, die während ihres Aufenthalts Valletta und die Umgebung erkunden möchten.

Würde ich noch einmal im Februar nach Malta reisen? Grundsätzlich ja. Wir hatten grosses Glück mit dem Wetter und eine schöne Zeit. Gleichzeitig habe ich nach dieser Reise das Gefühl, Malta für den Moment ausreichend kennengelernt zu haben. Es war gut, einmal dort gewesen zu sein – sofort wieder hin müsste ich jedoch nicht.


Gerade diese Mischung aus schönen Erlebnissen, kleinen Enttäuschungen und unerwarteten Begegnungen macht für mich einen ehrlichen Reisebericht aus. Malta war nicht in jeder Hinsicht perfekt, aber definitiv eine Reise, an die ich mich erinnern werde.

 

Marina mit Yachten und hellen Steingebäuden an Maltas Küste
Ein letzter Blick auf Maltas Küste.

Kommentare


bottom of page